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| Vielleicht liegt es an Blockflötisten wie Maurice Steger oder Dorothee Oberlinger, die eine neue Begeisterung für das traditionsreichste aller Blasinstrumente auslösen – um Blockflötenorchester ist es in Deutschland jedenfalls nicht schlecht bestellt. Auch wenn oberflächlich betrachtet das Image der Blockflöte vereinzelt belastet sein mag – es sprießen erfreulicherweise immer wieder engagierte Orchester aus dem Boden, die mit verstaubten Vorurteilen aufräumen und für den warmen, sanghaften Klang des Instruments sensibilisieren. Ein solch engagiertes Orchester ist das junge „bloc-choc orchestra“, das 2009 von Andreas Wolf, Leiter der Sing- und Musikschule im Landkreis Kronach, gemeinsam mit der Lehrkraft Dorothea Lieb initiiert wurde. Fortgeschrittene Blockflötenspieler aus fränkischen Musikschulen haben hier die Möglichkeit, gemeinsam zu musizieren und sich auszutauschen. Wichtig war es, ein überregionales Projekt anzuregen, so dass ein Austausch auch zwischen verschiedenen Musikschulen stattfinden kann. Die rund 30 Mitglieder des Orchesters setzen sich sowohl aus Schülern als auch aus Lehrkräften fränkischer Musikschulen zusammen. Gefördert wird das selbständige Orchester vom Sing- und Musikwerk Oberfranken, wodurch kostenlos Noten an die Spieler ausgegeben oder Kurse durch externe Dozenten realisiert werden können - zuletzt gastierte Blockflötist Bart Spanhove aus den Niederlanden. Das Repertoire beinhaltet einerseits Werke aus der Zeit, in der die Blockflöte zu den zentralen Holzblasinstrumenten zählte: Georg Friedrich Telemanns „Ouvertüre a-Moll TWV 55:A2“ und Johann Sebastian Bachs „Brandenburgisches Konzert Nr. 3 BWV 1048“, jeweils in Bearbeitung für Blockflötenensemble, gehören beispielsweise zu den Werken, die momentan erarbeitet werden. Andererseits werden auch Stücke aus dem Bereich der Popularmusik einstudiert, wie das hebräische Volkslied „Hava Nagila“ oder Glenn Millers „Moonlight Serenade“. So bildet eine Mischung aus unterschiedlichen musikalischen Stilen das Profil des „bloc-choc orchestras“ aus. Wechselnde Dirigentinnen sorgen stets für neue Ideen. Im Juli erst konzertierte das „bloc-choc orchestra“ unter Bärbel Hanslik, Leiterin der Städtischen Sing- und Musikschule Erlangen. Drei Konzerte gibt das Orchester im Jahr, auf die alle zwei Monate in Bamberg hingearbeitet wird. |
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