Fachtag: Fachtag Alte Musik - Komposition & Arrangement: Neue Wege im Umgang mit Alter Musik

Das Potential der Barockmusik in der Arbeit mit Musikschüler*innen heute
Fortbildung-Nr.:
26-FT-AM
1-tägige Fortbildung:
18.07.2026 10:00 - 17:00 Uhr

Inhalte:

Die Musiker des 17. und 18. Jahrhunderts waren noch weit davon entfernt, einem Werkbegriff zu huldigen, wie er dann vom 19. Jahrhundert geprägt wurde und heute noch weitgehend Gültigkeit hat. Ihre Musik war Ihnen vor allem Material, mit dem sie frei umgingen und das sie jederzeit den jeweils vorgefundenen Gegebenheiten anpassen konnten, und selbst heute beinahe als sakrosankt geltende Komponisten wie Johann Sebastian Bach arrangierten munter eigene und fremde Werke um etwa aus fürstlichen Geburtstagskantaten ein Weihnachtsoratorium zu basteln.

Entsprechend zeigt der Fachtag Alte Musik, wie das große Potential, das Barockmusik heute gerade in der Arbeit mit Schülern bietet, genutzt werden kann.
•    Arrangements im Stil des Barock als kreative Möglichkeit, so geeignete wie spannende Musik für unsere Ensembles zu erschaffen
•    Neukomposition – Ergänzung bestehender Werke & Chance auf passende neue Werke
•    Problematik der Begleitung – Anpassung und Erstellung von Continuoaussetzungen
•    Besetzung – Moderne Instrumente als Ersatz, z. B. Gitarre statt Theorbe

10 bis 15 Uhr: Workshop
16 Uhr: Abschlusskonzert

 

Zielgruppe:

Lehrkräfte aller Instrumente, die Ensembles unterrichten oder aufbauen

 

Dozent*innen:

Michael Kämmle
in Nürnberg, Duisburg und Basel als Travers- und Blockflötist ausgebildet, sieht einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit im freien und kreativen Umgang mit dem Material, das ihm Musik und Literatur vom 16. bis zum 19. Jahrhundert anbieten. Entsprechend hat er sowohl mit seinen Schülern als auch mit seinen professionellen Kollegen große Projekte wie etwa das musikalische Hörbuch Der graue Kammerherr, die Oper Amoena und Amandus, die szenische Jubiläumsproduktion Berta & der Kuchenteig oder das Singspiel Wenn ich auf dem Fluge bin durchgeführt, bei denen Musik und Text in einem künstlerischen Graubereich zwischen Interpretation, Arrangement, Collage und Neuschöpfung entstanden sind.

 

Christopher Berensen
Der in Australien geborene Spezialist für Historische Tasteninstrumente Christopher Berensen gewann schon mit 15 Jahren den Musica Viva Australia Wettbewerb für Barock-Komposition und beschäftigt sich seitdem intensiv mit der Problematik, im barocken und spätbarocken Idiom Werke entstehen zu lassen, die heutige Spieler und Hörer faszinieren und herausfordern. Aktuell hat er einen Zyklus mit Triosonaten vollendet, aus denen im Abschlusskonzert des Workshops Beispiele in einer Fassung für Flöte und obligates Clavier erklingen werden. Neben seinen Tätigkeiten als Komponist und Pädagoge spielt Christopher Berensen als Continuospieler, Kammermusikpartner und Solist mit zahlreichen Ensembles und Kollegen wie etwa der Neuen Nürnberger Ratsmusik und Michael Kämmle.

 

 

Anzahl Teilnehmer*innen: unbegrenzt

 

Kursbeitrag:

30,00 € für Mitarbeiter an VBSM-Mitgliedsschulen
50,00 € für Gastteilnehmer
Anmeldeschluss: 06.07.2026
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